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Mittwoch, 10 März 2010 |
Das Kulturhaupstadtjahr 2010 bietet im Ruhrgebiet einiges für Fotofans, die man hier nachlesen kann. Während „Ruhrblicke“ dokumentarische Fotografie zeigt, bietet „A star is born“ Bilder aus der Rockgeschichte, die im neu eröffneten Folkwang-Museum gezeigt werden. Besonders interessant dürfte die Reihe next 1 sein: „next 1 bildet im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 eine Plattform für Ausstellungen, Diskussionen und Tagungen zur Fotografie. Sechs Institutionen im Ruhrgebiet laden im Mai 2010 ein, daran teilzunehmen. Einen Monat lang werden an diesen Orten und im öffentlichen Raum Ausstellungen junger europäischer Fotografie gezeigt.“ Mehr Informationen hierzu auf der passenden Website. (Foto: Mark Seliger) |
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Montag, 15 Februar 2010 |
Die Gewinner des World Press Photo Awards stehen fest – für das Jahr 2009 wurde ein Bild des Italieners Pietro Masturzo zum besten Foto gewählt – es zeigt iranische Frauen auf einem Hausdach am Abend. Das Foto enthält durchaus viel Symbolik, erschliesst sich aber doch erst, wenn man erfährt, dass die Frauen Protestparolen nach der Wiederwahl des iranischen Präsidenten rufen – und damit Kopf und Kragen riskieren, wie die jüngere Geschichte des Landes gezeigt hat. Das Bild stellt damit vor allem die Hoffnung in den Mittelpunkt, dass diese Proteste nicht erfolglos bleiben. Mehr über den Gewinner und weitere prämierte Fotos findet man hier, eine Galerie hier, und eine der vielen Pressemeldungen hier. Auch auf www.erdmenger.com habe ich in den Vorjahren über den Award berichtet, in der Meldung von 2008 verweise ich auch auf weitere Infos zu den World Press Photo Gewinnern… |
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Mittwoch, 19 August 2009 |
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Meine Agentur Imagepoint informierte darüber, in Zukunft drei unterschiedliche Bild-Linien anzubieten. Neben Budget-Bildern wird es auch eine Selection-Serie geben, die besonders hochwertige Fotos umfasst. Alle bereits jetzt angebotenen Fotos werden zu unveränderten Preisen verkauft – so kostet ein Bild für´s Web ab 20,- €, für den Druck ab 130,- €. Im Übrigen habe ich die Preise für meine bei Zoonar angebotenen Fotos drastisch gesenkt – alle Fotos werden nun zu Discount-Preisen verkauft. Ich bin gespannt, wie sich dieser Microstock-Versuchsballon auf die Verkaufszahlen auswirken wird… |
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Montag, 27 April 2009 |
Mehmet Ünal folgte in den Siebzigern seiner großen Liebe nach Deutschland – aber der ausgebildete Schauspieler war keiner der zunächst gern gesehenen „Gastarbeiter“, die im späteren Sprachgebrauch Teilnehmer einer Parallelgesellschaft wurden und heute höchst korrekt Mitbürger mit Migrationshintergrund sind. Türken in Deutschland, Menschen mit ähnlichen Schicksalen sind es gewesen, die den jungen Ünal in den ersten Jahren besonders bewegten, als er nach erfolgloser Arbeitssuche anfing, als Fotograf für eine türkische Tageszeitung zu arbeiten. Die lesenswerte Geschichte des deutsch-türkischen Fotografen ist bei einestages aufgezeichnet. Mehmet Ünal schliesst mit einer treffenden Anekdote: „Meine Tochter wurde in Deutschland geboren und absolvierte in Mainz mit Erfolg das Humanistische Gymnasium. Als sie sich kürzlich bei einer SPD-Abgeordneten um einen Job bewarb, wurde sie freudig aufgenommen: «Es ist gut, dass du einen Migrationshintergrund hast!» Darauf meine Tochter: «Sie meinen meinen Umzug von Mainz nach Mannheim? Ist das ein Migrationshintergrund?»“ |
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Donnerstag, 16 April 2009 |
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War es vor einiger Zeit üblich, seinen persönlichen Psycho-Therapeuten in allen Lebenslagen zu konsultieren, so stehen inzwischen die individuellen Trainer und Coaches hoch im Kurs. Ob man nun Manager eines DAX-Konzerns oder einer Kleinfamilie ist, so ein Lifestyle-Fitness-Programm verspricht (mehr) Erfolg, Entspannung und Spaß. Das hat auch Bergith Lassen verstanden und trainiert nun Fotografen, damit sie ihre Bilder zeitgemäss gestalten und vielfach verkaufen können. Neben der Selbstvermarktung und der Selbstdarstellung, auf die ich gerne nochmals hinweise, ist so ein professionelles Coaching sicherlich ein weiterer Milestone auf dem Weg durchs Arbeitsleben – zumal Frau Lassen als Fotografin und langjährige Art-Buyerin sicherlich ein geschultes Auge hat. |
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Freitag, 27 März 2009 |
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Je mehr hochauflösende Digitalkameras in die Hände wildgewordener Amateurfotografen oder Suchmaschinenbetreiber geraten, desto genauer achten Haus- und Hofbesitzer auf ihre Chancen, an der Bilderflut mit zu verdienen. Zum Glück für den Fotografen gilt nach wie vor die sogenannte Panoramafreiheit – sie erklärt Fotos für zulässig, die Motive zeigen, wie sie von der Strasse aus gesehen werden können. Schon der Einsatz von Hilfsmitteln wie einer Leiter kann allerdings problematisch werden, ebenso gibt es zahlreiche Ausnahmen, z.B. für Bahnhöfe. Die Webseite Photoscala hat nun ausführlich über Bestrebungen berichtet, diese Freiheit einzuschränken oder ganz abzuschaffen. Fortan könnte demnach der Einsatz eines Property-Release unumgänglich werden, also einer Legitimierung seitens des Eigentümers. Inwieweit jeweils ein solches Einverständnis problem- wie kostenlos gegeben wird oder die Arbeit von Fotografen durch kleinkarierte Deklaration von Eigentumsrechten verunmöglicht wird, muss sich zeigen. In jedem Fall sollte jeder Fotograf neben einem vorgefertigten Model Release Sheet auch ein entsprechendes Property Release dabei haben. Anregung gibt es z.B. bei Getty Images. Einen Eindruck von einfach und schwierig zu vermarktenden Motiven gibt die (englische) Seite von Fotolia. |
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Freitag, 27 März 2009 |
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Auf der seit Kurzem komplett überarbeiteten Homepage der Photo-Presse wird darauf hingewiesen, dass der Online-Fotoequipment-Verleiher Lens Avenue den Mitgliedern etlicher Fotografen-Verbände besonders günstige Miet-Konditionen anbietet. Das gezielte Ausleihen von Kameras oder Objektiven für einzelne Jobs macht Sinn, können doch Investitionen gering gehalten werden und Leihkosten gewöhnlich mit dem Kunden verrechnet werden. Zusätzlich sind die Geräte versichert – eine eigene Kameraversicherung kann man sich so möglicherweise sparen. |
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Donnerstag, 12 März 2009 |
Der New Yorker Sensations-Reporter Weegee wurde 1899 als Arthur H. Fellig in Österreich geboren. Seine Familie wanderte 1910 nach New York aus, wo sie in ärmlichen Verhältnissen an der Lower East Side wohnte. Nachdem er die High-School abgebrochen hatte, schlug sich Arthur Fellig als Gehilfe eines Straßenphotographen, später als selbständiger Passbildphotograph durch. 1924 beginnt seine Arbeit als Photolaborant für “Acme Newspictures”, bei der er gelegentlich als Pressephotograph einspringt. In dieser Zeit entdeckt er sein Faible für das Sensationelle: Mord, Feuer, Prostitution und die High Society. Um freiberuflich als Pressephotograph arbeiten zu können, quittiert er Mitte der Dreißiger Jahre den Dienst bei “Acme”. Er entwickelt eine große Affinität zur New Yorker Polizei, die ihm schließlich als erster Privatperson erlaubt, ein Polizeifunkgerät in seinem Auto zu installieren. Somit ist Fellig, der sich inzwischen nach einem Wahrsagespiel “Weegee” nennt, stets als erster zur Stelle, wenn etwas Aufsehen erregendes passiert. “Herald Tribune”, “Daily News” und “Sun” gehören zu seinen Kunden. Mitte der Vierziger Jahre stellt das “Museum of Modern Art” seine Arbeiten aus. Weegee lebt inzwischen in Hollywood, wo er bei einigen Film-Produktionen mitwirkt. 1952 kehrt er nach New York zurück, wo er mit selbstgebauten Zerrlinsen Prominente portraitiert. Die entstellten Ergebnisse sorgen für Furore. Weegee stirbt am 26. Dezember 1968 in New York.
Weegee´s Werk ist vor allem der Großstadt und ihren Bewohnern gewidmet. New York bot ihm dafür die ideale Kulisse. In seinen Photos spiegeln sich sowohl die ausgelassene Stimmung der “Oberen Zehntausend” als auch die Schattenseiten der Großstadt stets im schrillsten Licht wider. Dabei standen für Arthur Fellig immer die Menschen im Vordergrund: Die Feuerwehrmänner, die einen Brand bekämpfen; die Leichen in ihrer eigenen Blutlache; die schockierten Zuschauer, die verstörten Opfer. Ganz im Stil des Photoreporters war er immer ganz vorne, am Ort des Geschehens, und sorgte mit seinen hart geblitzten Schwarz-Weiß-Aufnahmen für eine dramatische Stimmung. Weegee sagt in seiner Autobiographie über “einige seiner besten Mordfotos”: “Manchmal liess ich Licht von der Seite einfallen wie auf einem Gemälde von Rembrandt, sodass man nicht allzu viel Blut sah. So wirkte die Leiche fast lebendig, als ob der Tote nur schlafen würde”1. Seine direkte Art, mit der er jede noch so kleine Sensation einfing, macht Weegee quasi zu einem Vorläufer der Paparazzi. Die “Zweite Schaffensperiode” in Weegee´s Photographenleben war gekennzeichnet von seiner Entdeckung, Prominente mit Hilfe einer selbstgebauten Zerrlinse auf die Schippe zu nehmen. Die Ergebnisse erinnern stark an die vor einigen Jahren angesagten Zerrbilder, die mit dem Computerprogramm “GOO” erstellt werden. Auch hier erwies sich also Weegees Arbeit richtungsweisend. |
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Donnerstag, 12 März 2009 |
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Die Fotografie kann bereits auf eine beachtliche Tradition zurückblicken, die lange vor der Digitalisierung begann. Damals wurde noch mit chemischen Lösungen experimentiert, um bildgebende Verfahren zu entwickeln. Wer sich nicht mehr so genau erinnert, findet hier einen kleinen Überblick (ohne Garantie auf Richtigkeit und Vollständigkeit): |
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Sonntag, 01 März 2009 |
Annie Leibovitz, herausragende U.S.-Fotografin, hat nun die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise zu spüren bekommen: Nach einem Artikel der New York Times war sie gezwungen, sämtliche Verwertungsrechte an ihren Fotos zu verpfänden, um Hypotheken und Kredite in Höhe von rund 15 Millionen Dollar abzutragen. Die Rechte hält nun die Art Capital Group – auch für zukünftige Autragsarbeiten der Fotografin, die anfangs der Siebziger mit Arbeiten für den Rolling Stone bekannt wurde. Das mag ein bedauerlicher Fall sein, zeigt aber, wie Werbetreibende und Werbeproduzierende regelmässig in Krisenzeiten unter Druck geraten. Leibovitz hatte zuletzt mit Anzeigenmotiven für Lavazza von sich Reden gemacht, die „La Dolce Vita“ und die italienische Historie zitieren. |
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