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Montag, 23. April 2007 |
Immer wieder habe ich das Gefühl, ich wäre der erste Mensch, der auf irgendwelche abstruse Ideen kommt. Als würde ich mir absichtlich solche Sachen ausdenken, um meine Mitmenschen – Staatsbedienstete, Zöllner und andere – zu ärgern. Grad am Wochenende hatte ich wieder etwas besonders perfides ausgeheckt: Ich wollte ein Fahrzeug, dass ich ursprünglich aus Deutschland in die Schweiz importiert hatte, nun wieder zurück nach Deutschland bringen, um es dort zu verkaufen. Über diese Odyssee wird hier demnächst noch eine kurze “Grischa News” erscheinen. Bei der heutigen Lektüre von SPIEGEL online konnte ich weitere Anekdoten mit eidgenössischem Bezug entdecken, die weiterzugeben augenblicklich noch fast eine “Pflicht” darstellen. In “Schrift ohne Schnörkel” wird der 50. Geburtstag der “Helvetica” befeiert, eine legendäre Satzschrift, die nicht zuletzt dem Apple Mac ihren Siegeszug verdankt. Übrigens ist auch mein eigenes Logo in der Helvetica gesetzt. Ganz andere Ausmasse hat die helvetische Angewohnheit, explosiven Militärmüll in idyllische Bergseen zu kippen. Ich kann mich zwar darauf berufen, dass der Davoser See verschont geblieben ist (obwohl ich schon befürchtet hatte, mein Auto darin entsorgen zu müssen, das nun aber doch letztlich wieder wohlbehalten nach Deutschland rückgeführt wurde), würde diese Art der Entsorgung dennoch als wesentlich abstruser, perfider und ungewöhnlicher bezeichnen, als alles, was mir bisher so eingefallen ist. |
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Montag, 9. April 2007 |
Introducing a new flavor in photography. Starting from August 2007. After more than 10 years of professional photographic passion, after successful activities in Germany and Switzerland, erdmengerphotographer is about to redefine Hannover´s business. He´s back for good. Soon. |
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Mittwoch, 21. März 2007 |
Es scheint, als verschärfe sich der Ton zwischen dem wuchernden Europa und den standhaften Eidgenossen. Nach den rassistischen Kolumnen im schweizerischen Blick schiesst nun der SPIEGEL zurück und titelt “Kröten fressen für die Freiheit“: Rechtspolitiker Christoph Mörgeli, ein Mann mit jungenhaften Zügen und feinem Humor, ist als Chef-Stratege der Schweizerischen Volkspartei so etwas wie der Hüter helvetischer Abschottung. Mörgeli, 46, spricht nicht von Wählern. Er spricht vom Volk. Und wenn er über die Wähler der EU redet, dann sagt er “Völker”. Das klingt so: “Die Politiker der EU sehen unseren Weg ausgesprochen ungern. Sie müssen uns Knebel zwischen die Beine werfen, denn sonst kommen ihre Völker, die Engländer oder die Österreicher, und fragen: ‘Warum erreicht ihr nicht, was das Schweizer Volk erreicht hat?’” Ich vermute, das ist immer noch angenehmer, als mit einem Knüppel im Mund zum Schweigen gebracht zu werden Davon abgesehen finde ich den Artikel durchaus lesenswert, wirft er doch die Frage auf, wie lange sich die Schweiz noch auf ihrem hohen Ross halten kann. Starker Euro und schwächelnder Franken können schnell in die (politische und wirtschaftliche) Isolation führen, aus der sich die Helveten nur noch unter Preis herauskaufen könnten. Noch lächeln sie hochmütig, noch… |
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Samstag, 3. März 2007 |
Last night, many of you had the chance to watch a total eclipse of the moon. Wherever the skies were clear, a bright, orange-red full moon showed up around midnight, as seen in Lausanne, Switzerland (picture above, taken from SPIEGEL online). What I found even more fascinating than watching our pale companion, was the fact that the World Trade Center seems to have been reappeared lately. |
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Donnerstag, 1. März 2007 |
Wie die Tagesschau berichtet, ist vorgestern die schweizer Armee irrtümlich im kleinen Fürstentum Liechtenstein “einmarschiert”. Dies war heute auch auf der Titelseite der schweizerischen Boulevard-Zeitung “Blick” zu lesen, die in letzter Zeit vor allem mit so unfreundlichen Artikeln wie “Wieviele Deutsche verträgt die Schweiz” Schlagzeilen machte. Man sollte meinen, dass auch Militärs in den Grundlagen internationaler Politik und Diplomatie geschult werden und sich daher der Brisanz eines Einmarsches in einen souveränen Staat durchaus bewusst sind - und doch ist genau das der Schweizer Armee in Liechtenstein im Rahmen einer nächtlichen Übung passiert. Aus Versehen natürlich, beeilte sich der Schweizer Militärsprecher heute zu versichern - und machte höhere Gewalt für den faux pas verantwortlich: Das Wetter sei so schlecht gewesen, dass der Kommandeur sich mit seiner Truppe in den Alpen schlicht verlaufen habe. Die 170 bewaffneten Soldaten seien in der Nacht zum Donnerstag von ihrer Marschroute abgekommen und einige Kilometer weit in Liechtensteiner Staatsgebiet vorgedrungen, berichtete die Zeitung “Blick”. Internationale Verwerfungen sind aber ersteinmal abgewendet, von Liechtensteiner Seite zumindest ist nichts über einen Gegenschlag zu erfahren. Ziemlich großmütig ist das, denn der nächtliche Vorstoß nicht der erste Vorfall: Bei einer Artillerieübung der Schweizer Armee im Winter 1985 habe es ein so heftiges Gewitter gegeben, dass mehrere Schweizer Raketen in Liechtenstein eingeschlagen seien und einen Waldbrand ausgelöst hätten, erinnert “Blick”. Die Schweiz habe damals mehrere Millionen Franken Entschädigung zahlen müssen. Quelle: Tagesschau.de |
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Mittwoch, 21. Februar 2007 |
 Zum 20. Todestag von Andy Warhol veranstaltet die Presse ein regelrechtes Feuerwerk an Berichten über den exzentrischen Meister des modernen Kunst-Kommerz´. Einige schöne Bildstrecken und Einblicke in das Leben des Künstlers und seine “factory” finden sich hier: Süddeutsche Zeitung: Vom Revolutionär zum Serientäter SPIEGEL online: Papa oder Pinselstricher? SPIEGEL online: Schuss ins Leben Tagesschau: Der Papst der Pop-Art Die Tageszeitung: Der Gefallsüchtige Stern: “God bless you” |
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Dienstag, 6. Februar 2007 |
Am heutigen Mittwoch startet die deutschsprachige Ausgabe der legendären Vanity Fair, jener amerikanischen Glanz&Glamour-Zeitschrift, die seit langem eine Institution auf ihrem Gebiet ist. Während das Original immer wieder mit Enthüllungs-Stories Aufsehen erregt (zuletzt im Mai 2005 über die geheimen Quellen im Watergate-Skandal), muß sich das deutsche Pendant erst noch beweisen. SPIEGEL online hat sich die erste Ausgabe schon angesehen und kommt zu einem ernüchternden Schluß: Viel Umfang, aber wenig Inhalt. Die Inhalte seien alles andere als aktuell und interessant. Auch die WELT findet das neue Blatt eher “zahm und unschuldig”, attestiert ihm aber, den Zeitschriftenmarkt positiv beeinflussen zu können. Interessant wird es, wenn die deutsche Vanity Fair die Bildsprache der amerikanischen Ausgabe übernimmt. |
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Dienstag, 6. Februar 2007 |
Unter dem Titel “Das Hitlerbad” fand ich in einer der letzten Ausgaben der ZEIT einen sehr lesenswerten Artikel über ein trauriges Kapitel der Davoser Geschichte. Es war mir bisher nicht bewußt, in welchem Ausmaß in den dreissiger Jahren deutsche Nationalsozialisten das öffentliche Leben in meiner momentanen Heimat prägten. … Doch auch ein finsteres Kapitel der Davoser und der Schweizer Geschichte verbindet sich mit einem deutschen Namen: Wilhelm Gustloff. Am 4. Februar 1936 wurde der damalige Landesgruppenleiter der NSDAP-Auslandsorganisation in der Schweiz im Empfangszimmer seiner Wohnung am Davoser Kurpark von dem jüdischen Medizinstudenten David Frankfurter erschossen. Zu diesem Zeitpunkt war der Weltkurort längst der wichtigste Vorposten des nationalsozialistischen Deutschlands in der Eidgenossenschaft geworden, so dass eine Graubündner Zeitung schon ironisch fragte: »Liegt Davos in der Schweiz?« … Den ganzen Artikel kann man auf ZEIT online nachlesen. |
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Mittwoch, 17. Januar 2007 |
Inspired by the post about “Movies every photographer should see” I remembered that my brother Moe once spoiled me with a special CD. The tracklist exclusively contained songs with the word “photo” in it´s title. That was kind of silly, but it was an interesting idea. Among the music I found well known songs like Depeche Mode´s “Photographic” from the 1981 album “Speak & Spell”. I got to know the band “Weezer”. The best song on that CD was “Foto Viva” by Mo´Horizons, a marvelous band from Hannover with electronic, jazz and bossanova tunes. I bought all their albums in the meantime  Above you can see a current search result from iTunes. Try this on your own, it´s fun! |
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Dienstag, 16. Januar 2007 |
Während uns der Frühling – pardon, Winter – in seinen unbarmherzigen Klauen gefangen hält, eisige Temperaturen um den Gefrierpunkt die Kosten für Gas und Heizöl in schwindelerregende Höhen treiben, während sich Parkplätze in meterdick-bepackte Eislaufbahnen verwandeln und die furchterregende Emulsion der ersten Fliegen auf der Windschutzscheibe das Auto fahren gefährden, während sich mittlerweile gut dreiviertel des schweizerischen Militärs rund um Davos eingegraben hat & Stacheldrahtzäune aufstellt, um die diesjährige WEF-Prominenz zu schützen, ja - während dies alles um mich herum geschieht, fällt mir auf, wie lange ich schon keine News aus Graubünden mehr verfasst habe. In der Zwischenzeit haben sich einige Punkte auf meiner „Zu-Erwähnen-Liste“ angesammelt, die schon längst wieder out und vergessen sind. Irgendwas mit Fußball steht da, aber die Schweiz wurde nicht Weltmeister, weshalb das getrost gestrichen werden kann. In Berlin brachen sich Möchtegern-Ronaldos an Zementfußbällen die Haxen, aber es heißt ja auch immer wieder, man möge die Kunst nicht mit Füßen treten. Auch Bruno, der Bär, findet sich auf meiner Liste, doch bekanntlich wurde er zum „Problembär“ ernannt und standesgemäß erschossen. Ich kann mich erinnern, dass später auch einige - vorzugsweise bajuwarische - Politiker zu „Problembären“ erklärt, jedoch nicht erschossen wurden. Eine besonders schöne deutsch-schweizerische Anekdote behandelte im vergangenen Sommer die Krankmeldung eines hessischen Lehrers, 54jährig, der aufgrund seines Burn-out-Syndroms schon seit mehreren Jahren nicht mehr seinem Beruf nachgehen konnte. Erstaunlicherweise hinderte ihn seine Erkrankung nicht daran, in der schweizerischen Hauptstadt Bern eine Vollzeitstelle anzunehmen – als Lehrer! Erst eine anonyme Anzeige machte das Treiben des Doppelverdieners publik, wurde jedoch vom zuständigen Gericht abgeschmettert. Eine weitere Episode behandelt die einstürzenden Neubauten Alpen, die leider nur sehr mühselig wieder originalgetreu aufgebaut werden können. Blöd vor allem, wenn dabei dann Urlauber geplättet werden. |
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