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Dienstag, 10. Juni 2008 |
Der menschliche Makel besteht all zu oft aus Lügenkonstrukten, ob es nun Herkunft und Hautfarbe oder schlicht die Zeichen des Alters sind, denen die Fotografin Bettina Rheims in ihrer Serie „Heroines“ gefolgt war. Nun hat sie den spezifisch weiblichen Makel der Jugend ausgemacht, und ob dieser nun echt oder angeschminkt ist, so ist er doch nur ein schwacher Vorgeschmack auf künftige Heldinnen. Die bloße Umkehrung des abgeschleckten Titelbild-Zeitgeists macht aus einem zum Stigma stilisierten Bügel-BH-Abdruck noch keinen Antagonisten der Moderne – und schön sind die Abgelichteten allesamt irgendwie immer noch. Die Ausstellung bald überall, wo´s Museen gibt, Bilder und Interview schon jetzt beim Spiegel. |
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Freitag, 6. Juni 2008 |
Die ZEIT widmet in ihrer aktuellen Ausgabe das komplette Magazin dem Thema Fotografie. Wer nicht das gedruckte Original abonniert hat, kann auf der Website der ZEIT die interessanten und gut gemachten Artikel nachlesen. Darin geht es um die Frage, inwieweit sich die Glaubwürdigkeit von Fotos verändert hat, und ob wir Bilder deswegen mit anderen Augen betrachten. Der Chef einer TV-Zeitschrift erzählt über Kunst-Geschöpfe auf Titelbildern und Herr Lesemann persifliert Paparazzi-Fotos im Stil einer Alison Jackson. Ausserdem kommt der Reporter Nick Ut zu Wort, der das berühmte Bild des napalmverbrannten Mädchens im Vietnamkrieg aufnahm. Absolut lesenswert! |
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Dienstag, 27. Mai 2008 |
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Fast wirken die Photos etwas verklärt, als wäre es „damals“ weniger um´s Business gegangen, als mehr um das süsse Leben. Doch für Salomon, Weegee und Galella war es das täglich´ Brot – die Schnappschüsse privater Momente der Reichen, Schönen und Berühmten. Der Frage, ob Paparazzi Künstler seien, wurde schon vielfach nachgespürt, nun auch von der Helmut Newton Stiftung in Berlin. Ab dem 20.06.2008 zeigt sie Werke aus der „Frühzeit“ dieses Genres, viele Motive aus den 60er und 70er Jahren – und verdichtet sie mit den selbstironischen Fotos Pigozzis (der sich selbst mit ins Bild rückte) und den Inszenierungen Newtons (siehe Abbildung) zu einem künstlerischen Amalgam. Mehr bei Kultur-Online oder Artdaily.
„Pigozzi and the Paparazzi“, 20. Juni bis 16. November 2008, Helmut Newton Foundation, Jebensstrasse 2, 10623 Berlin |
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Mittwoch, 21. Mai 2008 |
Berühmte schweizer Fotografen gibt es ja nicht viele – der bekannteste darunter dürfte Rene Burri sein, seines Zeichens Magnum-Chronist und Schöpfer eines sehr bekannten Che Guevara-Portraits. Dies ist auch mal wieder der Anlass für ein Interview mit dem Fotografen gewesen, das jetzt in den oberösterreichischen Nachrichten veröffentlicht wurde. Vor kurzem entdeckte ich ein sehr umfangreiches und empfehlenswertes Video-Feature über Burri auf FineArt-TV. Ein weiteres Gespräch ist auf Vernissage TV hinterlegt. Photo © Michael Oreal |
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Dienstag, 20. Mai 2008 |
Der 2004 verstorbene Magnum-Gründer Henri Cartier-Bresson wäre dieses Jahr 100 geworden – und ist durch seine Bilder gleichzeitig unsterblich im visuellen Gedächnis unserer Zeit verankert. Für den französischen Fotografen war es der entscheidende, magische Moment, der ein gutes von einem exzellenten Foto unterschied. Nun findet sich der Blick des Jahrhundert-Reporters gleich in mehreren Ausstellungen, angeführt vom Graphikmuseum Picasso Münster (bis zum 20.7.), der Kunsthalle Mannheim (bis 8.6.) sowie der Galerie der Stadt Fellbach (29.05. bis 24.08.). Photo © Henri Cartier-Bresson |
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Mittwoch, 14. Mai 2008 |
Claudia Schiffer, mittlerweile 37-jähriges Erfolgsmodel, ziert die kommende Ausgabe der Vogue, die unter der Mitwirkung des Fotografen Mario Testino entstand. Der gebürtige Peruaner wählte „Sex“ als Themenschwerpunkt des Magazins – was der zweifachen Mutter offenbar nichts ausmachte: „Er ist einer von wenigen Menschen, denen ich völlig vertrauen kann – bei einem Shooting mit ihm gibt es für mich keine Grenzen“ zitiert die Netzeitung das Model. Gleiches liest man bei der Welt. Ob es Torschlusspanik ist, oder die Gelassenheit des Alters, im Vergleich zu Barbie-TV-Konkurrentin Heidi Klum beweist Fr. Schiffer Professionalität und zeigt, dass sie noch immer Titelbild-kompatibel ist. |
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Montag, 5. Mai 2008 |
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Eine Messe für Fotografen und Sammler: Mit den Kernbereichen „Seeing“, „Selling“, „Hearing“ und „Viewing“ verspricht die Fotobild, zum interessanten Event für alle Fotobegeisterten zu werden. Bereits am kommenden Pfingst-Wochenende findet diese Messe im Berliner Flughafen Tempelhof statt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dieses mal auf den jungen chinesischen Künstlern, die in einer Sammelausstellung gezeigt werden. Weitere Informationen bei der Photo Presse oder direkt beim Veranstalter.
Fotobild, 8.-12. Mai 2008 Flughafen Tempelhof, Berlin |
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Mittwoch, 16. April 2008 |
Manche Dinge brauchen etwas länger: So die Nachricht einer Ausstellung mit Werken des französischen Modefotografen Guy Bourdin, die erst jetzt durch die Presse ging. Das Kunsthaus Wien stellt schon seit Ende Februar Bilder des 1991 verstorbenen Malers und Fotografen aus, der in seinen durchkomponierten Bildwelten neben Sex und Gewalt immer auch surreale Aspekte unterbrachte. Weitere Infos beim MDR und Kulturzeit. Photo © The Guy Bourdin Estate / Art + Commerce |
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Dienstag, 15. April 2008 |
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Der Bilderklau per Internet und die damit verbundenen Verluste aus nicht bezahlten Lizenzen sind ein heikles Thema. Während die Musikindustrie, wie auch die Filmbranche staatliche Schützenhilfe bei der Verfolgung illegaler P2P-Netzwerke erhält, müssen Fotografen und Bildagenturen ihre Interessen bisher selbst vertreten. Getty Images, die sich Anfang des Jahres selbst verkauften, um sich der größer werdenden Konkurrenz durch Bill Gates Corbis und diverser Microstockagenturen zu erwehren, fährt nun die Krallen aus und lässt Nutzer ihrer Bilder abmahnen. Dass sich das Unternehmen auch uneinsichtig gegenüber Kunden zeigt, die legale Bildlizenzen besitzen, rückt das berechtigte Ansinnen allerdings nicht unbedingt in ein besseres Licht. Wie auch bei den MP3-Tauschbörsen wird hier etwas rüpelhaft mit drakonischen Strafen gedroht, anstatt sachliche Aufklärung zu betreiben: Jeder Internet-User sollte sich darüber bewusst sein, dass Bildmaterial in aller Regel dezidierten Nutzungsrechten unterliegt und weder für den Hausgebrauch, die Powerpoint-Präsentation, noch die Firmenwebsite verwendet werden darf, ohne entsprechende Rechte erworben zu haben. |
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Freitag, 28. März 2008 |
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Die radikal-ironische Werbung von Adbusters zur Linken will präzise gelesen werden: Die Schlinge stellt nicht die Endlösung für Hannoveraner dar, der Titel lautet vielmehr „Absolute Hangover“. Wie sich die Bildsprache der Werbung in den letzten Jahren verändert hat, hin zu radikalen, zynischen, grotesken, subversiven, aber immer auch kreativen Themen, zeigt nun eine Ausstellung im NRW-Forum in Düsseldorf unter dem Titel Radical Advertising. Begleitend findet sich eine absolut sehenswerte Online-Ausstellung unter www.radicaladvertising.de. Weitere Infos bei Red Box.
NRW-Forum, Düsseldorf 5.4. – 26.8.2008 |
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