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Freitag, 20. Februar 2009 |
William Eggleston, der im Jahr meiner Geburt diese Glühbirne fotografierte und berühmt wurde, wird im „Gespräch“ mit dem Spiegel als wortkarger Dandy entlarvt, was durchaus kurzweilig und unterhaltsam ist und seinem fotografischen Stil entspricht. Anlass ist die Ausstellung des Farbfoto-Pioniers im Münchener Haus der Kunst, die noch bis Mitte Mai zu sehen ist… |
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Montag, 16. Februar 2009 |
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Zum „World Press Photo“ des Jahres 2008 wurde ein Bild gewählt, das ausnahmsweise keine Bürgerkriegsszene aus der dritten Welt zeigt – sondern das Elend mitten unter uns. Wie schnell sich die Zeiten ändern können, angesichts weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrise: Das Foto von Anthony Suau entstand während der Zwangsräumung eines Hauses in Cleveland, USA. Die Besitzer hatten, wie viele andere, die Hypothek nicht bezahlen können. Ein Kriegsschauplatz, der nicht durch Politik, sondern ein maß- und regelloses Wirtschaftssystem entfesselt wurde. Informationen zu den aktuell prämierten Fotos finden Sie hier, Galerien beim Stern oder der Welt. Beträge zu älteren Awards: World Press Photos 2007, World Press Photo of the Year 2006, World Press Photo: Die Hintergrund-Story (Teil 1 und Teil 2). |
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Montag, 2. Februar 2009 |
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Den Foto-Interessierten zieht es dieser Tage in zwei verschiedene Metropolen Deutschlands: Zum einen nach Berlin, wo bis Ende März eine große Werkschau Robert Lebecks gezeigt wird. Der Chronist ist zu einem Special Event am 12.2.09 sogar in der BTK anwesend.
Zum anderen verführt eine Ausstellung des schweizerischen Photographen Michel Comte noch bis Anfang Mai, nach Düsseldorf zu reisen. Über ihn liest man übrigens auch auf dem Blog des NRW-Forums Interessantes, ebenso wie im Beitrag des Fokus. Foto © Michel Comte |
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Montag, 2. Februar 2009 |
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Fragt man einen Photographen nach seinem Werdegang, wie er erfolgreich wurde, seine besten Kunden gewann und wie man sich geschickt selbst positioniert, erhält man in der Regel keine Antwort. Gleiches passiert bei Detailfragen zu besonders gelungenen Aufnahmen oder kniffligen Briefings – manche Geheimniskrämer löschen sogar die EXIF-Daten ihrer Fotos. Warum? Vermutlich, weil vielen dieser Weg so schwer gefallen ist – sie haben ihn sich ganz persönlich erkämpft, und nun soll niemand anders diese Tipps umsonst bekommen. Vielfach hat der Zufall nachgeholfen, oftmals „Vitamin B“. Da bekanntlich jeder seines Schicksals Schmied ist, führt also kein Weg an Selbstdarstellung und Selbstvermarktung vorbei. Zum Thema Selbstdarstellung im allgemeinen habe ich hier bereits einen wichtigen Tipp gegeben. Eigenwerbung basiert aber natürlich nicht nur auf Websites wie www.erdmenger.com oder blog.erdmenger.com, sondern auch auf verschiedensten Marketingmassnahmen, ob klassisch (Mappe, Postkarten) oder modern (Stichwort: Guerilla-Marketing).„Wenn ich Dich nicht sehe, existierst Du nicht!“ – das klingt kaltherzig, ist aber ein wichtiger und gut gemeinter Tipp des Photographen Louis Lesko, der hier in einem ausführlichen und äusserst informativen Artikel auf das Procedere bei Art-Direktoren/Bookern eingeht. Seine Kernaussagen: Eine Hand voll Talent, glaubwürdiges Selbstvertrauen, Hartnäckigkeit. Bringen Sie sich immer wieder ins Gespräch, haken Sie nach, telefonieren sie, schicken Sie den Agenturen Ihre Unterlagen. Vergessen Sie teure Fotografenverzeichnisse. Conrad Hees bringt noch eine weitere gute Idee ein: Fragen Sie sich, was Sie tun und wie Sie es tun. Können Sie es auch effizienter, schneller und billiger tun? Nehmen Sie sich die Eigenproduktionen der Privat-TV-Sender vielleicht nicht gleich wörtlich zum Vorbild, aber lassen Sie sich von dieser Masche beeindrucken. Über einige wirklich pointiert formulierte Massnahmen hatte ich bereits hier geschrieben. Und in meinem Artikel zur Kundenakquise für Fotografen sind nochmals wichtige Anregungen enthalten. Und nun fragen Sie mich bitte bloss nicht nach dem Geheimnis meines Erfolges ;-) Dieser Beitrag erschien zunächst auf meinem Blog – wegen der Aktualität und Relevanz habe ich mich entschieden, ihn auch hier zu veröffentlichen. Einen weiteren Artikel zum Thema Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken findet man inzischen bei der ARD . |
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Freitag, 23. Januar 2009 |
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Heutzutage verrät ein Blick ins omnipräsente Internet mehr über einen Menschen, als ein persönliches Gespräch. Dabei kommen unter Umständen auch unliebsame Details ans Tageslicht. Dennoch sind sich viele – auch Führungskräfte – nicht darüber bewusst, wie wichtig z.B. das Xing-Profil für Bewerber, Headhunter oder Kunden sein kann. Es muss nicht betont werden, dass dabei mehr denn je der Spruch „Ein Foto sagt mehr als tausend Worte“ an Bedeutung gewinnt. „Unterschwellig sind die Menschen bereits auf den ersten Blick interessant oder werden gedanklich in eine Schublade gesteckt: Der Personalberater etwa sieht wie ein Bubi aus, dem man kein Standing und keine Aufträge zutraut. Die Blonde mit der weißen Jacke auf weißem Grund wirkt wie eine "Tussi", die man nicht als Kollegin möchte“, wie der Artikel Mangelhafte Eigenwerbung im Internet richtig bemerkt. Kneipenschnappschüsse, Urlaubsfotos, unscharfe und pixelige Passbildscans oder sogar Webcambilder haben weder auf einer Bewerbung, noch in einem Internet-Profil etwas verloren. Optimieren Sie also Ihre Selbstdarstellung – wie einfach es ist, an einfach gute Fotos zu kommen, die genau zu Ihnen und zu Ihrem virtuellen Profil passen, erfahren Sie bei erdmenger photographer – ganz real. |
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Dienstag, 20. Januar 2009 |
Mit der Amtseinführung des 44. Präsidenten der USA beginnt heute die Ära von Barack Obama – dem ersten schwarzen Präsidenten des Landes. Die Erwartungen an seine Politik sind weltweit immens. Obama selbst trug zu dieser Erwartungshaltung mit seinem Slogan „Yes, we can“ bei. Schon jetzt wird der Präsident zu einer Ikone stilisiert, sei es durch Devotionalien und Merchandising-Artikel – oder durch Fotos, die ihn stets als Visionär, Macher und Ehrenmann zeigen. So formuliert es Martin Schuster: „Barack Obama blickt (fixierend) in die Ferne, er ist ein Visionär, der den Weg in die Zukunft weisen kann (Armbewegungen), er ist aber auch der energische Mensch der Tat. Er kann zupacken, hält seine Angelegenheiten in der Hand. Er hat fast immer etwas in den Händen (oft ein Mikrofon). Untersicht und Blick nach oben betonen die Größe des Kinns (wie seit jeher bei den Bildern mächtiger Menschen).“ Der Professor von der Universität Köln beschäftigt sich u.a. mit „Fotopsychologie“ und hat im Auftrag der Bildagentur Shutterstock Fotos von Barack Obama analysiert. Vermutlich machen nicht Fotos alleine einen Menschen zum Helden – wie man sieht, können sie jedoch beeinflussen, was für ein „Bild“ wir uns von jemandem machen. Foto © Reuters |
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Montag, 19. Januar 2009 |
Grace Kelly – dieser Name steht wie kaum ein anderer für Stil, Schönheit, Erfolg und Prominenz. Und dieses Versprechen spiegelt sich auch in den Fotos wider, die nun bis zum 22.03. im Theatermuseum Hannover gezeigt werden. Die blonde Schauspielerin und spätere Fürstin von Monaco zeigt auf den Fotos von Howell Conant, Milton Green, Philippe Halsmann und Bob Willoughby stets Contenance statt berauschter Klatschspalten-Ästhetik. Theatermuseum Hannover, Prinzenstrasse 9, Di.—Fr. und So. 14:00—19:30 Uhr |
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Freitag, 19. Dezember 2008 |
Immer wieder sind Kinder die Leidtragenden in aller Welt, und immer wieder macht UNICEF darauf aufmerksam – zum inzwischen 8. mal mit einem Fotowettbewerb, den in diesem Jahr die junge Belgierin Alice Smeets mit ihrem Foto aus Haiti gewann. Das kleine Mädchen beeindruckte die Jury mit ihrem trotz Elend, Armut und Dreck ungebrochenem Stolz. Auch die weiteren Platzierungen sind eine eindrucksvolle Sammlung aufrüttelnder Photos, die zeigen, wie es den Kleinsten abseits der westlichen Welt ergeht. Foto © Alice Smeets |
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Freitag, 21. November 2008 |
Alljährlich wird das nun zum 37. mal erscheinende Machwerk eines italienischen Reifenproduzenten zu einem der feinsten PR-Coups aller Zeiten. Die Ehre, einen solchen Kalender persönlich zu erhalten, wird nur sehr wenigen zuteil – umso größer die Neugier, welche Mädchen sich in diesem Jahr ausgezogen haben. Für den Kalender 2009 heizt Pirelli mit heissen Reifen durch Afrika und zieht das grüne Öko-Mäntelchen an. Von „natürlicher Schönheit“ ist nicht nur in Bezug auf die Models, sondern auch auf die Tiere und Landschaften in Botswana die Rede. Der Amerikaner Peter Beard kennt sie sehr gut, denn er lebte viele Jahre dort. Ohne Zweifel sind dabei schöne Fotos von atemberaubenden Landschaften in einmaligen Lichtstimmungen entstanden, eindrucksvolle Bilder wilder Tiere und selbstverständlich auch erotisch angehauchte Werke schöner Frauen (die aber thematisch diesmal etwas im Hintergrund stehen). Wie das zu Pneus für spritfressende Sportflitzer passt, bleibt zweitrangig, solange alle Welt über „The Cal“ staunt ;-) Infos z.B. beim Spiegel, Welt Online (inkl. Video) oder Fokus. Foto © Pirelli Kalender |
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Donnerstag, 20. November 2008 |
Das Life Magazin gehörte über Jahrzehnte zur Elite des Fotojournalismus – bedeutende Künstler wie Andreas Feininger oder W. Eugene Smith arbeiteten für das Blatt. Nach langem Auf und Ab wurde die Zeitschrift im Jahr 2000 endgültig eingestellt, übrig blieb ein enorm großes Archiv mit Fotos, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichen. Diese Werke, insgesamt etwa 10 Millionen Stück, werden nun von Google ins Netz gestellt. Der überwiegende Teil soll bisher unveröffentlichtes Material sein, das nun erstmals zugänglich gemacht wird. Die FAZ ist deswegen völlig aus dem Häuschen und lobt die „Geschenke“ des Suchmaschinenriesen, die hochauflösenden Bilder („bis zu 900 x 1300 Pixel“) und die Tatsache, dass die Fotos kostenlos angeschaut werden können (was bei Getty oder Corbis mit Millionen von Fotos ebenfalls möglich ist). Laut Heise werden die Bilder für den privaten Gebrauch frei nutzbar sein – was in Anbetracht bekannter Download-Taktiken auch gar nicht anders machbar wäre. Dennoch dürfte der Deal zwischen Life und Google den etablierten Bildagenturen ein Dorn im Auge sein, greift die Internetfirma doch (nach Web-Suche, digitalisierten Büchern, Online-Software oder Mobiltelefonen) ständig nach weiteren Geschäftsfeldern. |
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