Intensive Retouche von Portraits bedarf einiger Übung und kostet viel Zeit – mit dieser Einschätzung will die Software Portrait Professional 8 aufräumen. Das Programm soll Portraitfotos derart aufmöbeln, das sie mit Magazintiteln mithalten können. Erstmals liegt nun eine Mac-Version der digitalen OP-Software vor, die ich kurz angetestet habe. Die grösste Enttäuschung und ein Ausschlusskriterium für den professionellen Einsatz finde ich gleich zu Beginn: Das Programm ignoriert das eingebettete Farbprofil und interpretiert die Farben dementsprechend falsch. Lediglich Bilder im sRGB-Modus können einigermassen verbindlich verarbeitet werden. Ich habe trotzdem einige Beispiele „bearbeitet“ – und erstaunlicherweise richtig Spass dabei gehabt. Zu Beginn wird halbautomatisch das Gesicht vermessen, anschliessend können diverse Optimierungen per Schieberegler justiert werden. Faszinierend, wie das Programm die Gesichter verflüssigt und Proportionen verschiebt. Besser und subtiler sind allerdings die Optionen zum Aufhellen der Augen oder Nachpudern der Haut. Da grundsätzlich nur der Grad der Optimierung gesteuert werden kann, diese aber einem immergleichen Schema folgt, läuft man jedoch schnell Gefahr, Einheitsgesichter zu produzieren. Das eingangs erwähnte Versprechen löst die Software ein – schnell und einfach Portraits verschönern zu können. Ob das dem eigenen Anspruch genügt, liegt im Auge des Betrachters.
Eine sehr umfangreiche Sammlung verschiedenster Retouche-Techniken in Photoshop findet sich beim Smashing Magazine. Dort sind diverse Tutorials thematisch sortiert und verlinkt – teils auch mit Videos. Nicht alles ist neu oder sinnvoll und natürlich hat jeder Künstler seine eigenen favorisierten Methoden, doch von dem ein oder anderen Tipp kann bestimmt jeder profitieren. Und wer sich noch nicht mit digitaler Retouche beschäftigt hat und gerne mal nachsehen will, was an einem Foto so alles manipuliert wird, bevor es das Cover eines Magazins schmückt, kann sich durch diese nette Animation klicken.
Seit etwa einem Jahrzehnt ist www.erdmenger.de mein virtuelles Zuhause im weltweiten Web – in dieser Zeit hat sich natürlich das Erscheinungsbild meiner Website immer wieder verändert. Nicht nur modische Aspekte oder neue Fotos waren der Auslöser dieses Wandels, auch die technischen Möglichkeiten wuchsen und machten grössere Bilddateien und schnellere Übertragungsraten zum Standard. Im Rückblick stelle ich fest, dass die Seite jedoch immer unter der Maxime „keep it simple and clean“ gestaltet war – von verspielten und sinnfreien Flash-Intros habe ich nie viel gehalten. Die Galerie zeigt die Website in verschiedenen Designs aus den Jahren 2000-2006. Seit Herbst letzten Jahres zeigt sich die Seite im aktuellen Gewand.
Nach einer Meldung auf Photoscala hat der „Deutsche Depechendienst (ddp)“ – für den auch ich bereits gelegentlich photographiert habe – seine festangestellten Photographen mit Nikon D3 Kameras ausgestattet und eine langfristige Kooperation mit dem Hersteller beschlossen. Nikon hatte mit der gefloppten D2H viele Profikunden verloren, kann aber mit der Nikon D3 nun wieder ein konkurrenzfähiges Digitalgehäuse anbieten. Unabhängig von den möglicherweise attraktiven Konditionen, mit denen Nikon dem ddp den Systemwechsel schmackhaft machte, bleibt die Frage, wie sinnvoll ein umfangreicher Wechsel wenige Monate vor der Photokina (und den potenziellen Neuankündigungen) tatsächlich ist – oder inwieweit er als Zeichen gedeutet werden darf, dass im Herbst in Köln eben keine weltbewegenden Neuigkeiten für Pressefotografen vorgestellt werden…
Nicht Goethe, sondern Adobe verspricht, noch mehr Licht in die digitale Dunkelkammer zu bringen – und veröffentlich nun eine Beta-Version von Adobe Photoshop Lightroom 2.0. Die neue Software verbessert die Übersicht im Bibliotheks-Modus, ermöglicht die Arbeit auf 2 Monitoren, unterstützt 64-Bit-Verarbeitung und bringt einige nützliche Bildbearbeitungsoptionen mit. Nach dem verpatzten und zurückgezogenen 1.4er-Update macht Lightroom damit einen gewaltigen Sprung. Interessant ist die Tatsache, dass für Besitzer der Vorversion die Beta bis Ende August ´08 lauffähig sein wird. Adobe scheint sich für die Testphase also Zeit zu lassen.
Wer Photoshop am liebsten immer dabei haben möchte, kann nun auf die frisch gestartete Online-Version Adobe Photoshop Express zurückgreifen: Wer sich hier kostenlos anmeldet, dem stehen nicht nur 2GB Speicherplatz zur Verfügung, der bekommt auch die grundlegende Funktonalität von Lightroom und Photoshop in einem geboten. Dank Flash-Technologie funktioniert das trotz Beta-Status browser- und systemunabhängig ziemlich flott und flüssig. Alben betrachten, sortieren, Bilder beschneiden, Farbbalance ändern, Effekte hinzufügen… Für den Hausgebrauch bzw. für unterwegs eine praktikable Lösung.
EDIT: Wie der Spiegel berichtet, scheint sich Adobe mit der Anmeldung zum Express-Service weitreichende Rechte an den hochgeladenen Fotos sichern zu wollen – ist ist wohl weiterer Klärungsbedarf entstanden…
Das Wettrennen zwischen Hase und Igel geht in eine neue Runde: Nachdem Adobe Ende letzten Jahres Photoshop Lightroom in Version 1.3 herausbrachte, erschien nun Apple´s Konkurrenzprodukt Aperture 2.0. Die neue Software soll über 100 neue Funktionen mitbringen, schneller und übersichtlicher sein und ist natürlich kompatibel mit der neuesten Systemversion Mac OS X 10.5.2. Es scheint, als hätte Aperture nun minimal die Nase vorn. Ob das reicht, um die angeblich fast 4x höhere Marktdurchsetzung von Lightroom anzugehen, muss man abwarten. Weitere Infos gibt´s u.a. im press release, bei Macnews oder Mactechnews .
Schönheitsoperationen haben einen gravierenden Nachteil: Sie sind mit immensen Kosten und Schmerzen verbunden. Völlig frei von Anästhesie, Skalpell und Blut sind hingegen die Methoden zur "Verbesserung" von Portraits am Computer. Dass dabei schnell mal unnatürliche Einheits-Gesichter herauskommen, kann man jede Woche erneut auf den Titeln diverser Zeitschriften bestaunen. Wer sich dennoch mit der digitalen Chirurgie befassen möchte, findet auf Golem einen Hinweis auf die Software Portrait Professional, die nicht nur für glatte Haut sorgt, sondern auch noch Form und Position von Nase, Kinn oder Augen optimiert. Der professionelle Mac-User kommt zwar nicht in den Genuss dieses Programms, kann aber wahrscheinlich mittels Photoshop und Kodak-Filter mindestens genauso gute Ergebnisse erzielen.
Das Cleverprinting-Handbuch ist inzwischen in der Version 2008 erschienen und kann nach wie vor kostenlos heruntergeladen werden. Für Photographen, Graphiker und DTP´ler stellt dieses Manual ein unverzichtbares “Standardwerk” dar, das die Geheimnisse des Color-Managements bzw. eines einheitlichen, farbverbindlichen Workflows erklärt und gleichzeitig eine Einführung in die Erzeugung von druckfähigen PDF-X-Dokumenten bietet. Das 18MB grosse Handbuch wird seit etwa 4 Jahren herausgegeben und jährlich aktualisiert. In diesem Jahr sind mit Erscheinen neuer ICCs der ECI, den neuen Adobe CS3-Versionen und dem aktualisierten Acrobat einige Neuerungen unterzubringen gewesen.
It is announced to be the “image editing tool for the rest of us”, now finally I found Pixelmator´s release note in my inbox. I was full of expectations while posting that back in June, but the 1.0-release now turned out to be a total desaster. Though the software was delayed 2 months, the programmers didn´t manage to include RAW-capabilities. OK, that´s just one flaw. Then the color-mode-conversion part totally freaks out – I tried to convert a RGB to CMYK and it came out inverted instead!?! Well, strange… No eye-dropper-tool while fixing the levels, very limited file-info (e.g. no IPTC-support except for keywords), no history-palette (though everything else is neatly copied off Adobe´s Photoshop)… But: The biggest drawback is the slow speed. It´s unbelievable that with my new 2.4GHz Core2Duo iMac I get a 5-second spinning beachball with everything I do within this application! No, thanks – this is not for me, and just very maybe for the rest of you.